Programmmusik vs. Absolute Musik

Musiktheorie für Klasse 7-10

Entdecke den Unterschied zwischen Musik, die Geschichten erzählt (Programmmusik) und Musik, die für sich selbst steht (Absolute Musik). Lerne, wie Musik Bilder und Gefühle erzeugen kann und schärfe dein Gehör für bewussteres Musikhören.

Kurzinfo

Fach Musik
Klassenstufe 7-10
Schwierigkeitsgrad mittel
Thema Musiktheorie
Lernziel Unterscheidung Programmmusik/Absolute Musik, Förderung bewussten Hörens
Musikepoche verschiedene (Romantik, Klassik, etc.)

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Lerne die wichtigsten Fakten in kompakten Präsentationen

Komponisten im Vergleich

Hier stellen wir dir einige wichtige Komponisten vor, die entweder für ihre Programmmusik oder für ihre absolute Musik bekannt sind. So kannst du die Unterschiede besser verstehen.

B

Ludwig van Beethoven

1770 - 1827

  • 6. Sinfonie (Pastorale) - Programmmusik
  • 5. Sinfonie - Übergang zur Romantik
  • Klaviersonaten
J

Johann Sebastian Bach

1685 - 1750

  • Das Wohltemperierte Klavier
  • Die Kunst der Fuge
  • Brandenburgische Konzerte
H

Hector Berlioz

1803 - 1869

  • Symphonie fantastique - Programmmusik
  • Harold en Italie
  • Requiem
B

Johannes Brahms

1833 - 1897

  • Ungarische Tänze
  • Violinkonzert
  • Sinfonie Nr. 4

Programmmusik vs. Absolute Musik: Was ist der Unterschied?

Was ist Programmmusik?

Stell dir vor, Musik erzählt eine Geschichte! Das ist Programmmusik. Sie versucht, außermusikalische Inhalte wie Gefühle, Bilder, Geschichten oder sogar Naturereignisse darzustellen. Der Komponist gibt dem Zuhörer oft Hinweise in Form von Titeln oder Programmen (daher der Name), um zu verstehen, was die Musik ausdrücken soll. Denk an ein Gewitter, das in der Musik nachgeahmt wird, oder eine Liebesgeschichte, die instrumental erzählt wird.

Was ist Absolute Musik?

Absolute Musik ist das Gegenteil. Sie existiert um ihrer selbst willen. Es geht nur um die Klänge, die Melodie, die Harmonie und den Rhythmus. Es gibt keine versteckte Botschaft oder Geschichte. Die Musik ist einfach Musik. Sie soll nicht etwas Bestimmtes darstellen, sondern einfach nur schön klingen oder bestimmte Emotionen hervorrufen, ohne konkret zu sein.

Wie erkenne ich den Unterschied?

Achte auf den Titel des Musikstücks! Wenn der Titel Hinweise auf eine Geschichte, ein Bild oder ein Gefühl gibt (z.B. „Mondscheinsonate“, „Die Moldau“), ist es wahrscheinlich Programmmusik. Wenn der Titel eher allgemein ist (z.B. „Sinfonie Nr. 5“, „Klavierkonzert in C-Dur“), handelt es sich eher um absolute Musik. Aber Achtung: Auch absolute Musik kann Emotionen wecken! Der Unterschied liegt darin, dass die Programmmusik versucht, etwas Konkretes darzustellen, während die absolute Musik einfach nur Musik sein will.

Beispiele zum Anhören

Höre dir Beethovens 6. Sinfonie (Pastorale) an. Sie beschreibt das Landleben. Vergleiche sie mit Bachs Brandenburgischen Konzerten. Hier steht die Freude am Musizieren im Vordergrund. Kannst du den Unterschied hören? Achte darauf, wie die Musik die verschiedenen Elemente beschreibt oder eben nicht beschreibt.

Entwicklung im Überblick

Barock (ca. 1600-1750)
In dieser Zeit dominiert oft absolute Musik, aber auch erste Formen von Programmmusik entstehen.
Klassik (ca. 1750-1820)
Sowohl absolute als auch Programmmusik sind beliebt. Beethoven experimentiert mit beiden Formen.
Romantik (ca. 1820-1900)
Die Programmmusik erlebt ihre Blütezeit. Komponisten wie Berlioz und Liszt entwickeln sie weiter.
20. Jahrhundert und heute
Beide Formen existieren nebeneinander. Komponisten nutzen oft Elemente aus beiden Bereichen.